Filmvorführung „Murer – Anatomie eines Prozesses“ mit anschließender Diskussion

Montag, 9. März 2020, 18.30
Metro-Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien

danach Diskussionsrunde mit:

– Christian Frosch, Regisseur und Drehbuchautor von MURER
– Doron Rabinovici, Schriftsteller und Historiker
– Oliver Scheiber, Richter und Buchautor
– Michaela Vocelka, ehemalige enge Mitarbeiterin von Simon Wiesenthal
– Ilse Reiter-Zatloukal, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte an der Universität Wien
Moderation: Simone Dinah Hartmann, BJVN

Graz 1963. Vor Gericht steht der ehemalige SS-Führer Franz Murer, Leiter des Ghettos von Vilnius von 1941-43. Holocaust-Überlebende reisen an um gegen Murer auszusagen. Die Beweislage ist erdrückend. Dennoch wird Franz Murer unter Beifall der Bevölkerung freigesprochen. Einer der größten Justizskandale Österreichs.
MURER erzählt von der Machtlosigkeit der Wahrheit – und wie leicht Politik jenseits moralischer Werte agieren kann – wenn alle mitspielen.

Im Anschluss an den Film diskutiert der Regisseur des Filmes gemeinsam mit ExpertInnen über die Nachwirkungen der NS-Justiz und den Einfluss der Politik auf NS-Prozesse.

Eine Veranstaltung von BJVN – Bund jüdischer Verfolgter des Naziregimes, Aktivisten und Aktivistinnen gegen Neonazismus und Antisemitismus, JöH – Jüdische österreichische HochschülerInnen und Illustrierte Neue Welt

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