Biographie

Kriegsjahre


1941

Zeichnung

Am 22. Juni marschiert Hitler in die sowjetisch besetzten Gebiete Polens ein. Am 6. Juli wird Wiesenthal, der sich im Keller seines Hauses versteckt gehalten hat, entdeckt und wie viele Angehörige des jüdischen Bürgertums verhaftet und ins Brigidki-Gefängnis gebracht. Nur knapp entgeht er dort mit Hilfe eines ukrainischen Hilfspolizisten, der ihm zur Flucht verhilft, der Erschießung. Kurz darauf wird er zur Zwangsarbeit bei den Ostbahn-Ausbesserungswerken (OAW) abkommandiert und der Reparaturwerkstätte der Eisenbahn als Schildermaler für Hakenkreuze zugeteilt. Die Familie Wiesenthal muss ihre Wohnung verlassen und ins Ghetto von Lemberg ziehen.

Im Oktober werden Simon und seine Frau Cyla von der SS abgeholt und ins KZ Janowska transportiert. Seine Mutter bleibt im Ghetto zurück und kommt bald darauf auf der Deportation ins Konzentrationslager um. Die genauen Umstände ihres Todes hat Simon Wiesenthal nie erfahren.




1942

Zeichnung

Wiesenthal und seine Frau werden zur Zwangsarbeit zu den Ostbahn-
Ausbesserungswerken
überstellt, wo er weiterhin auch als Schildermaler eingesetzt wird. Cyla gelingt es unterzutauchen. Zeichnung



1943

Zu Beginn des Jahres wird Simon wieder ins KZ Janowska gebracht.
Als er im „Schlauch“, einem zwei Meter breiten Gang, zwischen zwei Stacheldrahtzäunen, mit anderen Häftlingen auf seine Erschießung wartet, wird er buchstäblich in letzter Minute vom Werksleiter gerettet, der ihn zum Malen eines Spruchbandes für Hitlers bevorstehenden Geburtstages benötigt.
Im Oktober gelingt Wiesenthal die Flucht. Nach einer kurzen Zeit im Versteck, schließt er sich im November den jüdischen Partisanen an.



1944-1945

Zeichnung

Im Juni wird Wiesenthal neuerlich von der Gestapo verhaftet und ins Lager Lackie-Wielkie gebracht. Als er erkennt, dass Partisanen ausnahmslos erschossen werden, unternimmt er einen Selbstmordversuch. Kurze Zeit später wird er ins KZ Plaszow deportiert und einem Sonderkommando zugeteilt. Dieses soll die Leichen aus Massengräbern heben und verbrennen, um Spuren der Massenvernichtung zu beseitigen. Das Lager wird kurz darauf evakuiert, da die russischen Truppen bereits in unmittelbarer Nähe sind.

Zeichnung

Es folgt eine Odyssee der Häftlinge nach Auschwitz, über
Groß-Rosen, weiter bis nach Buchenwald, zu Fuß oder auf Eisenbahnwaggons, unter strenger Bewachung. Am 9. Februar 1945 erreichen die überlebenden Häftlinge - unter ihnen Simon Wiesenthal - Mauthausen.

 

 

 

 

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